Weil sie in Massen gefertigt werden konnten, wurden Ukiyoe
-Drucke häufig als Vorlagen für Fächer, Neujahrsgrußkarten und
Buchillustrationen verwendet. Traditionell zeigten sie schöne Frauen,
Kabuki-Theaterdarsteller, Vergnügungsszenen, das Stadtleben und
Landschaften. Die Einflüsse des Ukiyoe in Europa und den USA - oft als
Japonismus bezeichnet - sind allgegenwärtig, von der impressionistischen
Malerei bis zu den heutigen Manga und Anime.
Hiroshige (1797-1858) war einer der letzten großen Künstler der Ukiyoe
-Tradition. Obwohl er eine Vielfalt an Motiven wählte, lag seine größte
Begabung in der Darstellung von Landschaften aus seiner Heimatstadt Edo, dem heutigen Tokio. Sein Meisterwerk war die Serie, die unter dem Namen Hundert berühmte Ansichten von Edo (1856-1858) bekannt wurde. Der vorliegenden Publikation liegt eine der schönsten Ausgaben des Werkes aus dem Ota Memorial Museum of Art in Tokio zugrunde.
Der prächtige vollständige Nachdruck der Hundert berühmten Ansichten von Edo ergänzt jede der 120 großformatigen Abbildungen durch eine Beschreibung, die es dem Leser ermöglicht, ganz in Hiroshiges wunderbar lebendige Landschaften einzutauchen.
Trede, Prof. Dr. Melanie / Bichler, Dr.Lorenz: Hiroshige. One Hundred Famous Views of Edo.
Taschen Verlag; 294 Seiten; dreisprachig (Deutsch, Französisch, Englisch)



11-12/2009
10a/2009
10/2009



Christian Henner-Fehr schreibt als freier Autor für den MONITOR und arbeitet als Trainer und Berater in den Bereichen Projektmanagement und Kommunikation. Sein Interesse gilt dem Web 2.0 und den Einsatzmöglichkeiten von Social Media in Organisationen und Unternehmen. 
