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Kommunikation
Drahtloses Internet
Halbzeit für WiMax
WiMax sollte drahtloses Internet auf eine neue Stufe stellen und Wiesen, Felder und Autobahnen in Breitband tauchen. Doch vier Jahre nach dem ersten Medienrummel bleibt 802.16 eine letzte Meile unter vielen - in einem schwierigen Markt und mit ausstehender Bewährungsprobe für die mobile Verwendung.

Sprint setzt in den USA auf Mobile WiMax. Beim Ausbau in Texas kommt dafür Netzwerk- technik von zum Einsatz. (Bild: Nokia)

Als Intel 2003 das Zeitalter von WiMax in Aussicht stellte, begannen Anwender gerade Gefallen an den immer dichter gesäten WLAN-Hotspots zu finden. Deren Reichweite und Bandbreite sollte also bald schon kleinkrämerisch aussehen. Doch nicht so schnell. Vier Jahre später ist Wi-Fi noch tiefer im Alltag mobiler Zeitgenossen verankert. Der Siegeszug von WiMax - 802.16, so der Oberbegriff des Standardisierers IEEE - lässt weiterhin auf sich warten. Wie bei vielen anderen Technologien davor, schien es zunächst viel Lärm um wenig Ergebnis, denn Zertifizierungen und die Gewährleistung von Interoperabilität dauern ihre Zeit.

Gleichzeitig wurde deutlich, dass es sich nicht um die Neuerfindung des Rades handelte. Ähnlich wie UMTS sollte WiMax zwar neue Qualität, aber nicht zuletzt aufgrund der Weiterentwicklungen anderer Technologien, wie etwa UMTS, keine Revolution bringen.

WiMax hat seinen Platz zwischen unterschiedlichen Methoden, die letzte Meile zu überwinden, entsprechend anspruchsvoll ist auch der Markt: Mobilfunkanbieter entwickeln sich in Richtung 3.5G - High-Speed Downlink Packet Access (HSDPA) - während VoIP im mobilen Bereich eine Veränderung des Telko-Marktgefüges bewirken könnte.

Im Umfeld vieler Möglichkeiten überlegen Mobilfunker und ISPs weltweit, ob der Schritt in Richtung WiMax ausreichend Vorteile bringt, um seine Kosten zu rechtfertigen. Gleichzeitig sichern sich neue Unternehmen Lizenzen, darunter auch solche, die man zunächst nicht dem WiMax-Umfeld zugeordnet hätte. Vor allem Mobile WiMax - 802.16-2005 - übt auf Anbieter ohne Mobilfunklizenzen, die dennoch Handytelefonie in ihr Portfolio aufnehmen wollen, einen gewissen Reiz aus.

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MONITOR-Autoren
Dr. Manfred Wöhrl

Dr. Manfred Wöhrl ist Geschäftsführer der R.I.C.S. EDV-GmbH (Research Institute for Computer Science, www.rics.at), spezialisiert auf Securitychecks und Security-Consulting. ..mehr..

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