Viele kleinere und mittlere Städte haben weder die notwendigen finanziellen noch die personellen Ressourcen, um eigenständig E-Government-Anwendungen zu entwickeln. Zudem wecken die gleichen Basisanforderungen an E-Government-Anwendungen im kommunalen Bereich großen Bedarf an einer Lösung, die von allen Kommunen gleichermaßen eingesetzt werden kann.
Mit der Initiative "EGORA" bietet Microsoft Österreich jetzt eine universelle Basis für die rasche und vergleichsweise einfache Entwicklung von E-Government-Anwendungen. Diese wird in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Städtebund für Österreich adaptiert und kostenlos in Form von "Shared Source" (Details: www.microsoft.com/sharedsource) zur Verfügung gestellt.
Die von Microsoft Österreich geschaffene E-Government-Rahmenarchitektur auf Basis vorgefertigter Module wurde auf Basis von Microsoft .NET als Webservice-Architektur erstellt. Damit ist ein hoher Integrationsgrad mit anderen, bereits bestehenden Anwendungen sowie neuen E-Government-Services gegeben.
Diese erleichtern die Erstellung von E-Government-Anwendungen, da sie wesentliche E-Government-Funktionalitäten (wie z.B. die Signaturprüfung, Signaturerstellung oder ZMR-Abfrage) in einer kompakten Form bereitstellen. Die E-Government-Architektur liefert neben fertigen Modulen auch Basisbausteine für die Erstellung von neuen E-Government-Anwendungen.
Gemeinsam mit dem Österreichischen Städtebund werden nun in einer Arbeitsgruppe mit Vertretern größerer österreichischer Städte Adaptierungen für Österreich durchgeführt. Das Projekt und seine Ergebnisse stehen danach allen Städtebund-Mitgliedsgemeinden (250 Städte und Gemeinden in ganz Österreich) offen.
Ziel ist es, dass die Kommunen auf dieser Basis entwickelte Anwendungen untereinander austauschen oder sogar gemeinsam entwickeln. Vom Magistrat Villach wurde bereits mit EGORA-Bausteinen eine Anwendung zur Übernahme und Erstbearbeitung elektronischer Eingangspost erstellt. Villach wird diese derzeit in der Testphase befindliche Applikation nach Fertigstellung allen Projekt-Partnergemeinden zur Verfügung zu stellen.





11-12/2009
10a/2009
10/2009



Rüdiger Maier war von 1999 bis 2009 MONITOR Chefredakteur 
