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Business Intelligence & CRM
Datenbanken
Hochverfügbarkeit für MySQL
Der Markt hat sein Urteil gesprochen: MySQL ist mit über sechs Millionen Installationen die erfolgreichste Open-Source Datenbank der Welt. Es ist zugleich die einzige Datenbank dieser Klasse, für die gleich zwei Lösungen existieren, um über einen Datenbankcluster Hochverfügbarkeit und Skalierbarkeit für geschäftskritische Anwendungen zu realisieren.

Tobias Reibling

Eine zentrale Anforderung an datenbankbasierte Anwendungen in unternehmenskritischen Bereichen sind Hochverfügbarkeit, also Ausfallsicherheit und Lastverteilung, sowie Skalierbarkeit, d.h. die Möglichkeit zum einfachen Ausbau der Kapazitäten bei steigenden Anforderungen. Mit dem m/cluster von Emic Networks und dem MySQL Cluster von MySQL AB konkurrieren zwei unterschiedliche Konzepte zur Bewältigung dieser Anforderungen um den ständig wachsenden Markt.

Ein Cluster ist ein verteiltes Rechensystem, das nach außen hin als eine Einheit auftritt. Einzelne Einheiten (auch Knoten genannt) können kontrolliert ausscheiden oder ungeplant ausfallen, ohne dass das Gesamtsystem in seiner Funktionsfähigkeit grundsätzlich beeinträchtigt wäre.

Das Konzept von MySQL

Der MySQL Cluster hält die komplette Datenbank im Hauptspeicher. So werden kurze Antwortzeiten sowie ein sehr hoher Datendurchsatz möglich. Bei Ausfall eines Knotens ist ein failover in weniger als einer Sekunde möglich. Dies gilt aber nur für die so genannten Database-Nodes, nicht für die API-Nodes, auf denen die eigentlichen MySQL-Server laufen. Fällt der ein solcher Knoten aus, ist der gesamte Cluster außer Gefecht gesetzt.

Als speicherbasiertes System ist der Anwendungsbereich durch das verfügbare RAM limitiert. Die neue Speicherengine NDB bringt Beschränkungen mit sich, und in der Regel sind für den Cluster Änderungen am Code der Anwendung erforderlich. Die Bedienung des Systems erfolgt über ausschließlich die Kommandozeile. Das Produkt ist unter der üblichen dualen Lizenz von MySQL als Open Source oder kommerzielle Software erhältlich.

Die Lösung von Emic

Der m/cluster von Emic ist nicht speicher-, sondern disk-basiert. Der Cluster besteht aus einem Kernelmodul, der Replikations- und Loadbalancing-Software sowie einem speziellen MySQL-Server (aktuell bis Version 4.1.12 verfügbar). Der Cluster arbeitet nach dem Prinzip des "shared nothing", jeder Knoten hat seine komplette eigene Kopien der Daten, die jeweils auf alle Knoten repliziert wird. Wird der Knoten aus dem System genommen oder fällt er aus, wird beim Aktivieren des Knotens wieder repliziert.

In der Regel kann der Cluster ohne weitere Änderungen an einer bestehenden Anwendung installiert werden und bedarf im Betrieb kaum noch des Eingriffs eines Administrators. Automatisches failover für alle Komponenten, ein redundantes Netzwerk und dynamisches loadbalancing gehören zum Leistungsumfang. Neue Knoten können jederzeit im laufenden Betrieb eingefügt werden.

Die Administration kann wahlweise über die Kommandozeile oder ein grafisches Interface erfolgen. Der m/cluster wird als kommerzielle Software vertrieben. Zu Testzwecken steht kostenlos eine zeitlich begrenzte Version zum Download unter www.emicnetworks.com zur Verfügung.

Vergleich

Insgesamt liegt der m/cluster näher an der Realität der meisten Anwendungen und bietet das breitere Leistungsspektrum. Auch bei der einfachen Installation und unproblematischen Administration hat der m/cluster die Nase vorn. Schließlich befindet sich die Lösung von MySQL noch im Beta-Stadium, während der m/cluster inzwischen bereits in Version 2.6 vorliegt.

Einsparpotentiale

Beim Einsatz einer MySQL-Datenbank spricht MySQL selbst von Einsparpotentialen von bis zu 90% gegenüber Lösungen der etablierten Konkurrenten wie Oracle, Microsoft oder IBM. Mit dem m/cluster von Emic gibt es nun für Hochverfügbarkeit und Skalierbarkeit eine professionelle Lösung, die es erlaubt, die Einsparpotentiale von MySQL auch in unternehmenskritischen Bereichen zu nutzen.

Weitere Informationen zum m/cluster erhalten Sie unter www.interconcept.de und www.emicnetworks.com, zum MySQL Cluster unter www.mysql.com.

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MONITOR-Autoren
Alexander Hackl

Alexander Hackl ist freier Journalist in Wien. Er ist Absolvent des Master- Programms „Qualitätsjournalismus“ an der Donau-Universität Krems und spezialisiert auf Technologiethemen. Seit drei Jahren ist er als Autor für den MONITOR und das Wirtschaftsmagazin FORMAT tätig. Das Hauptaugenmerk in seiner Arbeit liegt auf Informations- technologie im Kontext gesellschaftlich-wirtschaftlicher Zusammenhänge. ..mehr..

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