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JobTraining
Berufstest - Hill Kompetenzanalyse
Bin ich hier richtig?
Wer stellt sich im Laufe seines beruflichen Werdegangs nicht manchmal Fragen wie: Bin ich im richtigen Job? Welche beruflichen Fähigkeiten sind bei mir besonders gut ausgeprägt? Was sollte ich weiterentwickeln? Und darauf folgt gleich die nächste Unklarheit: Wie lässt sich das feststellen?

Rüdiger Maier

Um Ihnen die Suche zu erleichtern, habe ich mich am Markt umgesehen und bin sehr schnell auf Hill International gestoßen. Dr. Othmar Hill gründete 1975 das Personalberatungs-Unternehmen, heute umfasst das Netzwerk 36 Niederlassungen in 20 Ländern. Seit etwa 15 Jahren betreibt man auch eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung, die die Befragungsmethoden immer weiter verfeinert. Kernstück des Unternehmens ist die PC-basierte "Hill Kompetenzanalyse", die sich vielfältig einsetzen lässt: Zum Such- und Auswahlprozess, in der Personalentwicklung und der individuellen Karriereberatung. Die hier eingebauten Tests sind in 14 Sprachen verfügbar und - was ganz wichtig ist - die eingearbeiteten Normierung wurden dem jeweiligen Land angepasst.

Die Suche beginnt

Eines schönen Tages begebe ich mich also in die Wiener Fasangasse und finde ein sehr schlicht eingerichtetes Büro vor, ganz ohne Designermöbel oder ähnlichem. Beraterin Ursula Tatzber begrüßt mich freundlich und erläutert: "Bei uns geht es nicht um Äußerlichkeiten, sondern um Menschen, ihre beruflichen Fähigkeiten und ihr Selbstbild." Im Fauteuil trinke ich später einen Kaffee und werde zu meinem beruflichen Werdegang, meinen Wünschen, Erwartungen und Erfahrungen befragt.

Da es um Menschen geht, fließt natürlich auch das private Umfeld ein und so ergibt sich nach und nach ein Selbstbild, das auch mir in dieser Art noch nicht bewusst war. "Das Erstgespräch vermittelt uns einen Einblick in den momentanen Zustand der Person und wir versuchen zu klären, welche Fragen jemanden zu uns gebracht haben." Das Gespräch stimmt jedenfalls sehr klar auf das Thema und die kommende Potenzialanalyse ein, die ich an einem der nächsten Tage machen werde.

Stunden am PC

Ich sitze am PC, wieder dampft eine Tasse Kaffe neben mir. Eine Mitarbeiterin erläutert mir kurz die hier entwickelte Kompetenzanalyse und die verschiedenen Bereiche, zu denen ich mich schriftlich äußern soll. Noch ahne ich nicht, wie lange und intensiv mich der Test in Anspruch nehmen wird und starte voller Tatendrang. Ich weiß, dass gleich im Modul 1 "Das strukturierte Persönlichkeitsinventar" 288 Fragen auf mich warten: Ein standardisiertes Verfahren zur mehrdimensionalen Persönlichkeitsdiagnostik anhand berufsrelevanter Skalen. Vom Bildschirm sehen mich Gesichter in freundlicher oder verärgerter Stimmung an, die auch visuell die Abstufung von "trifft voll zu" bis zu "trifft gar nicht zu" verdeutlichen. Im Laufe der langwierigen Beantwortung kommen mir manche Fragen schon irgendwie bekannt vor: Diese psychologischen Verfahren arbeiten halt immer mit solchen Ähnlichkeiten, um stimmungsbedingte Abweichungen bei der Beantwortung ausgleichen zu können. Neben der Gesamtauswertung sind hier auch Detailauswertungen möglich, die eine komplexe Interpretation zulassen.

Im zweiten Modul geht es um die Berufsinteressen. Hier wird die Orientierung hinsichtlich des Arbeitsinhaltes und des Arbeitsumfeldes ermittelt. Die 108 Fragen geben meist eine Wahlmöglichkeit zwischen zwei Varianten, die meisten sind mir spontan klar, bei manchen muss ich überlegen und "nachspüren". Es gibt ja doch Arbeitsfelder, die zumindest sehr interessant klingen, gerade wenn man in sich viele Interessen vereinigt. Bei konkreterem Vorstellen der jeweiligen Situation wird aber doch schnell klar, wofür ich mit lieber entscheide.

Ist ja logisch!

Dann folgt der schon aus Schultagen oft gefürchtete Teil: Logische Reihen. Abwechselnd sind dabei Zahlen- und Buchstabenreihen zu bearbeiten, die logisch fortgesetzt werden müssen. Der Block besteht aus vier Einzelmodulen, die zwischen 17 und 25 Fragen beinhalten. Der Puls steigt, ich benutze den Zettel am Tisch für die Rechenoperationen. Oft bin ich jedoch überrascht, wie schnell sich mir die Logik erschließt, was sich auch im Ergebnis zeigen wird. Alles in allem war die Aufregung beim Start dieses Moduls größer als notwendig. Offenbar wirken die schulischen Erfahrungen noch immer und die Selbsteinschätzung lässt sich davon irritieren.

Im nächsten Modul "Leistungs- und Konzentrationsverlauf" geht es um Schnelligkeit und Genauigkeit, da steigt der Stresspegel wieder. Ich spüre bereits die Zeichen von Ermüdung nach den bereits am PC verbrachten Stunden. Die Fragestellung ist ganz einfach, aber die richtige Lösung weist offensichtlich doch Tücken auf. Zu guter Letzt steht der "Verkaufsstil-Fragebogen" am Programm, der die individuelle Verkaufsstrategie erfasst. Dabei werden die verschiedenen Phasen des Verkaufsgesprächs durchgegangen und vier Verkaufstypen erhoben: Fachberater, Druckverkäufer, klassischer Verkäufer, Antityp. Die 45 Fragen mit jeweils vier Antwortmöglichkeiten loten jeden Winkel des Verkäuferherzens aus. Das Ergebnis dieses Moduls überrascht mich positiv. Als ich am frühen Nachmittag das Büro verlasse bin ich rechtschaffen erschöpft und freue mich auf ein spätes Mittagessen.

Die Arbeit geht weiter

Einige Tage später ist die Auswertung fertig und ich treffe mich wieder mit Fr. Tatzber. Die Ergebnisse sind übersichtlich in Diagrammen dargestellt und versuchen die Komplexität meiner Person einzufangen. Manches ist überraschend, anderes kenne ich bereits aus anderen Tests, die persönlichen Tendenzen sind recht gut erkennbar. Es finden sich natürlich auch Bereiche, die es weiter zu entwickeln gälte. Wie heißt das Schlagwort: Lebenslanges Lernen, in fachlichen wie in persönlichen Dingen. Aber die Grundstruktur der Person bleibt doch immer erkennbar und sollte nicht verschüttet, sondern "entwickelt" werden. Und da schließt sich der Kreis wieder mit neuen Fragen: Wie gehe ich mit dem neuen Wissen um? Welche Entwicklungsschritte sollen vordringlich gesetzt werden? Die Hill Kompetenzanalyse ist jedenfalls eine hervorragende Grundlage für das Kennenlernen und die gezielte Entwicklung der eigenen "Berufsperson".


Die HILL Kompetenzanalyse

Das geschützte Verfahren wird laufend aktualisiert, besteht aus fünf Blöcken und dauert in der Durchführung etwa drei bis vier Stunden. Abgetestet werden die Bereiche Persönlichkeit, Berufinteressen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, Konzentration und Leistung sowie Verkauf. Nach einem Erstgespräch, das sich der Ist-Analyse widmet, folgt der Computertest und schließlich das Beratungsgespräch mit der ausführlichen Präsentation der Ergebnisse. Das Verfahren erlaubt die objektive Beurteilung der Fähigkeiten und Potenziale einer Person, und gibt damit Aufschluss über die bestmöglichen Einsatzbereiche im Berufsleben bzw. in einem konkreten Unternehmen.

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Dr. Manfred Wöhrl

Dr. Manfred Wöhrl ist Geschäftsführer der R.I.C.S. EDV-GmbH (Research Institute for Computer Science, www.rics.at), spezialisiert auf Securitychecks und Security-Consulting. ..mehr..

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