Für den optimalen Einsatz moderner Informationstechnologien ist eine umfassende Integration der verschiedenen Verwaltungsprozesse auf allen Ebenen notwendig. Dies ist auch der Hintergrund der EU Ministerdeklaration von Malmö/Schweden, welche vorsieht, dass bis 2015 BürgerInnen und Unternehmen E-Government-Services erhalten, die nutzerzentriert sind, die Transparenz staatlichen Handelns erhöhen und den Zugang zu öffentlichen Informationen sowie die Partizipation am staatlichen Handeln erleichtern.
Weiters soll die Mobilität im Binnenmarkt erhöht, grenzüberschreitende Unternehmensgründungen und –niederlassungen sowie Studieren, Arbeiten und Zur-Ruhe-Setzen vereinfacht werden. Sicherheit, Vertrauen, Datenschutz und Nachhaltigkeit sind wesentliche Elemente der Ministererklärung. Die erforderlichen Basisdienste und Voraussetzungen (elektronische Signaturen, elektronische Identitäten etc.) wurden dabei explizit verankert.
Dies erfordert ein gemeinsames Vorgehen von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden mit ihren Wirtschaftspartnern. Aus diesem Grund traf sich heute nahezu die gesamte E-Government Branche Österreichs bei einer „Digitales Österreich“- Ausstellung im Parlament, um den politisch Verantwortlichen die Wertigkeit und den Nutzen von E-Government sowie die damit verbundenen Einsparungs- und Synergiepotentiale darzustellen.
Österreich ist in Europa seit Jahren federführend bei der Entwicklung und Umsetzung von E-Government-Strategien. Eine enge Zusammenarbeit, die intelligente Nutzung von Ressourcen und die Kooperation mit der IKT-Wirtschaft sind wesentliche Faktoren für diesen Erfolg.
Ebenfalls bei der EU-Ministerkonferenz verlautbart wurde das neue E-Government EU-Ranking. Die 8. Erhebung der „Online Verfügbarkeit der Dienstleistungen der öffentlichen Hand" bestätigt wieder den 1. Platz Österreichs beim Indikator „full online availability".



11-12/2009
10a/2009
10/2009



Christian Henner-Fehr schreibt als freier Autor für den MONITOR und arbeitet als Trainer und Berater in den Bereichen Projektmanagement und Kommunikation. Sein Interesse gilt dem Web 2.0 und den Einsatzmöglichkeiten von Social Media in Organisationen und Unternehmen. 
