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Serie
IT-Land Schweden, Teil 4 (Ende)
Da Schweden über eine gut ausgebildete Venture Capital Struktur verfügt, können hier auch junge Unternehmen rasch wachsen und neue Märkte erobern.

Neben fibre-to-the-home-Anbietern (FTTH) kämen auch Firmen aus dem Mobilfunk und dem Web-Design-Bereich nach Österreich. „Schweden verfügt traditionell über eine gute Venture Capital Struktur, sodass auch junge Anbieter rasch wachsen und neue Märkte erobern können“, erläutert Carsten Grönblad, schwedischer Handelsdelegierter in Wien im MONITOR-Interview. IT-Cluster gebe es in Schweden vor allem rund um die Universitäten Stockholm, Uppsala und Lund, aber auch im nördlichen Teil des Landes. „An die Universitäten sind grundsätzlich sogenannte Inkubatoren angeschlossen, die die Ausgliederung interessanter Firmen aus der Forschung gezielt unterstützen.“ So entwickelten sich ganze Unternehmens-Parks rund um die Universitäten, aus denen laufend Innovationen kommen. „Die Schweden sind neugierige, interessierte Nutzer und wollen immer Innovationen. Das gilt nicht nur in der Modebranche, sondern eben auch in der IT“, erläutert Grönblad. Da im Rahmen der schwedischen EU-Ratspräsidentschaft besonders das Thema Umwelt auf der Tagesordnung stehe, werde sicher auch über Green IT gesprochen: „Auch in der IT werden Energieeffizienz und umweltfreundliche Produkte immer wichtiger, die Konsumenten schauen darauf“, unterstreicht Grönblad einen Trend, den MONITOR auch kürzlich mit seiner Green IT Umfrage bestätigen konnte.

IT-Unternehmen aus Schweden

Appello: Spezialist für mobile GPS Navigationslösungen am Mobiltelefon/PDA

Das schwedische Unternehmen Appello hat mit dem Wisepilot eine mehrfach ausgezeichnete integrierte Lösung für die Telekom und Autoindustrie entwickelt, die jeweils mit lokalen Inhalten angereichert wird. T-Mobile Österreich bietet diese Lösung seit kurzem seinen Kunden an.

Modernste Navigationsmöglichkeiten mit einfacher Suchfunktion, Zugriff auf Telefon- und Firmenbuch, ASFINAG Verkehrsinformationen, Hinweise auf Geschwindigkeitsmessungen durch Radarstationen, ein „A la carte“ Guide für kulinarische Empfehlungen und eine leistungsstarke Sprachausgabe, das alles bringt Wisepilot unkompliziert aufs Handy. Durch die Zusammenarbeit mit Telefon ABC, Firmen ABC und Creditreform Österreich können über fünf Millionen Telefonkunden und nahezu alle Firmen Österreichs abgerufen werden. „Gemeinsam mit Appello bringen wir Wisepilot, eine vielfach ausgezeichnete und einfach zu bedienende GPS-Navigationslösung, direkt aufs Handy. Unsere Kunden fragen verstärkt nach diesen Lösungen; wir haben reagiert und bieten ihnen ein umfassendes Navigationssystem“, erklärt dazu Hendrik Kasteel, Direktor Marketing T- Mobile Austria.
Auch im Ausland stehen die Navigationsmöglichkeiten jederzeit zur Verfügung: Kunden haben ständigen Zugriff auf das aktuellste Navteq-Kartenmaterial für ganz Europa – alle detaillierten Stadtkarten inkludiert. Zukünftig wird die Lösung auf vielen T-Mobile Handies, die GPS unterstützen, vorinstalliert sein. Für über 100 weitere Handys kann das System direkt aus dem Netz oder über t-zones und web'n walk geladen werden. Nach dem ersten Download bzw. Start kann fünf Tage kostenlos getestet werden. Danach stehen zwei verschiedene Modelle zur Auswahl: Tagesnutzung à 2,50 Euro und das 30-Tage-Abo à 9,90 Euro. Der Datenverkehr ist im österreichischen T- Mobile Mobilfunknetz kostenlos.
„Unsere Lösung ist unter verschiedenen Markennahmen in vielen Teilen Europas bereits erfolgreich im Einsatz. Durch die gelungene Verbindung von internationalem und regionalem Content werden österreichische Mobiltelefonierer in besonderer Weise serviciert“, erklärt Reinhard Haberfellner, Österreich-Repräsentant des schwedischen Mobile Navigation Unternehmens Appello. Neben vielen internationalen Auszeichnungen wurde das System kürzlich auch von Auto Touring, dem Mitgliedermagazin des ÖAMTC, zum Testsieger gekürt.

www.wisepilot.at
https://tma.wisepilot.com
www.t-mobile.at

 

Reisetipp: Östergötland
Eine der beliebtesten schwedischen Traditionen ist aus Astrid Lindgrens Büchern über Michel aus Lönneberga bekannt: das Krebsefangen. Denn wenn Michel und Alfred an einem lauen Spätsommerabend losziehen und bis in die Nacht hinein ganze Körbe voller Krebse fischen, entstammt das nicht nur der Phantasie der berühmten Autorin.
Wie so oft spiegelt sie dabei das Landleben wider, wie sie es kannte. Und auch heute spielen die Schalentiere in Schweden noch eine gewichtige Rolle. Denn wenn im August die Nächte wieder länger werden und sich der schwedische Sommer seinem Ende zuneigt, ist es an der Zeit, ein Krebsfest (kräftskiva) zu feiern. Mit leckeren Flusskrebsen, Schnaps und Gesang genießen die Schweden dann die letzten warmen Abende im Freien und verabschieden sich vom Sommer. Obwohl das Krebsfest traditionell eher eine private oder familiäre Veranstaltung ist, haben Schweden-Besucher aber dennoch vielerorts die Möglichkeit, in den Genuss der leckeren Schalentiere zu kommen. Vor allem rund um den Vätternsee werden im August in zahlreichen Städten der Region Östergötland Krebsfestivals veranstaltet, so genannte „Kräftivals“. Die Ausrichtung der Veranstaltungen ist thematisch unterschiedlich. Für alle gilt jedoch: Man kann Krebse essen, kaufen und in unterschiedlichen Formen auch fangen. So findet das Kräftival in Motala (1.8.) traditionell im Hafengebiet statt – mit Krebsefangen, Wettbewerben und anderen Krebsaktivitäten. In Vadstena (7./8.8.) werden zudem unterschiedliche Aktivitäten für Kinder angeboten und auch in Ödeshög/ Hästholmen (22.8.) werden die Reusen ausgeworfen, um möglichst viele der leckeren Krebse zu fangen. Am gegenüber liegenden Vättern-Ufer wird dann in der västergötländischen Stadt Tidaholm am 14. und 15. August der Tag des Krebses gefeiert. Darüber hinaus bieten verschiedene Hotels und Unterkünfte sowie andere Veranstalter in Östergötland das Krebsefangen im August als Aktivität an.
www.ostergotland.info
 

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IT-Matchmaker
MONITOR-Autoren
Lothar Lochmaier

Lothar Lochmaier studierte nach einer Ausbildung zum Groß- und Außen- handelskaufmann Sozial-und Wirtschaftsgeschichte sowie Politikwissenschaft in München, Madrid und Berlin. Seit 1993 arbeitet er als freiberuflicher Fach- und Wirtschaftsjournalist für die Tagespresse sowie Fach- und Wirtschaftsmedien. Sein Schwerpunkt sind IT-Themen. ..mehr..

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