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Serie
IT-Land Schweden, Teil 3
Schweden gilt in Europa als Vorbild für die fibre-to-the-home (FTTH) Technologien und hat viel Erfahrung im Umgang mit Glasfasernetzen.

Besonders interessant sei für viele schwedische Anbieter der Markt für IT-Infrastruktur: „Was im 19. Jahrhundert die Eisenbahn war ist heute etwa die Glasfasertechnologie. Dafür gibt es in Schweden viel Wissen und entsprechende Unternehmen“, so Carsten Grönblad, schwedischer Handelsdelegierter in Wien im MONITOR-Interview. Um Übertragungsraten über 50 Megabit pro Sekunde realisieren zu können, benötigt man nämlich im Festnetz eine durchgängige Glasfaserverkabelung. Daher streben viele Netzbetreiber, Stadtwerke und Kommunen nach FTTH: Glasfaser von der Zentrale bis zu Wohnung. Das Marktforschungsunternehmen Heavy Reading ermittelte, dass sich die Zahl der europäischen FTTH-Haushalte von 2009 bis 2013 mehr als verfünffachen wird – von knapp vier Millionen auf über 20 Millionen. Will man nämlich mehrere Multimedia-Computer, Spielekonsolen, HDTV-Fernseher mit Internetanschluss sowie weitere vernetzte Systeme in einem Haus nutzen, bietet nur eine hochwertige Glasfaserinfrastruktur die nötige Bandbreite, Sicherheit und Übertragungsqualität. „Mit der richtigen Infrastruktur im Rücken können dann ganz neue Dienstleistungen entstehen, die teils in Schweden schon ausprobiert werden“, weiß Grönblad. Viele dieser Erfahrungen musste man sich auch im hohen Norden teuer erkaufen: „Die dotcom-Blase hat auch Schweden nicht verschont. Die nach dieser Marktbereinigung weiter aktiven Unternehmen konnten inzwischen allerdings ihre Angebote weiter verbessern und zählen heute zu den Vorreitern in Europa!“

Bildungs- und Gesundheitswesen, Heimarbeit, Wohnungswirtschaft, Dienstleistungen und öffentliche Verwaltung können von FTTH- bzw. Ultrabreitband-Infrastrukturen profitieren. Dies besagt eine Ovum-Studie, die im Februar 2009 auf dem Kongress des FTTH Council Europe in Kopenhagen vorgestellt wurde. Die deutsche Beratungsgesellschaft WIK-Consult hat in einer 2008 für die EU-Kommission erstellten Studie errechnet: Durch den Ausbau der Breitband-Netze in Europa können bis zum Jahr 2015 bis zu zwei Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Durch den Breitband-Ausbau könnten insbesondere ländliche Regionen ein nachhaltiges Wachstum erzielen. „Gerade auch im Gesundheitsbereich können viele wichtige Dienstleistungen auch in abgelegenen Gebieten erst mit entsprechender Glasfaser-Infrastruktur überhaupt entstehen“, weiß der Handelsdelegierte. Von den am österreichischen Markt interessierten Unternehmen in diesem Bereich würden etwa die Hälfte Glasfaser-Infrastruktur, die andere Hälfte entsprechende Dienstleistungen anbieten. (Fortsetzung folgt morgen)


IT-Unternehmen aus Schweden

Transmode: Hersteller optischer Netzwerklösungen

Das schwedische Unternehmen ist Hersteller von optischen Netzwerk-Lösungen für den Transport von Daten, Sprache und Video auf Basis der WDM-Technologie (Wavelength Division Multiplexing).

Zu den Kunden gehören über 200 Netzbetreiber, Service Provider, Großunternehmen und öffentliche Einrichtungen in Europa, Amerika und Asien. Das Produktportfolio und die weltweite Präsenz des Anbieters ermöglichen den Kunden, die Kapazitäten ihrer Netze kostengünstig und ohne Kompromisse bei der Funktionalität zu erweitern und ihre Service-Levels zu erhöhen. Dies gilt sowohl für regionale wie auch Metro- oder Metro-Access-Netze.
Das Unternehmen hat kürzlich Gerd Tenzer, ehemals Vorstand der Deutschen Telekom, in sein Board of Directors berufen. "Ich freue mich, einen so erfahrenen Experten wie Gerd Tenzer in unserem Board begrüßen zu können", so Rune Hurtig, Chairman des Unternehmens. "Er bringt umfassende Expertise in der Telekommunikation und ein globales Netzwerk wichtiger Kontakte mit." Tenzer ist unabhängiges Mitglied im Board of Directors: "Die Telekommunikations-Industrie durchläuft eine sehr schnelle Entwicklung, die vom gestiegenen Bedarf an Bandbreite getrieben wird - sowohl bei Geschäfts- als auch bei Privatkunden. Die Aussichten sind sehr vielversprechend, insbesondere im Bereich der Metro-Netze, auf den wir uns konzentrieren."
www.transmode.com

Jeeves: Spezialist für ERP-Lösungen

Über einen 1,5-Millionen-Euro-Auftrag freut sich der schwedische ERP-Hersteller Jeeves: Elopak, globaler Systemanbieter von Verpackungslösungen für Getränke, setzt für die Produktion seiner Verpackungs- und Füllmaschinen und den weltweiten Ersatzteilservice künftig auf das System.

Die 1992 im schwedischen Stockholm gegründete Jeeves Information Systems AB (seit 1999 an der NASDAQ notiert) ist Hersteller von Unternehmenssoftware für den Mittelstand. Laut einer Studie von Gartner hat das ERP-System eine der größten Wachstumsraten in ganz Europa. Das Unternehmen entwickelt Komplettlösungen für Unternehmen aus Industrie, Großhandel und Dienstleistung. Der Vertrieb und die Implementierung erfolgt über Tochtergesellschaften, zertifizierte Reseller und ein weltweites Netzwerk von ausgesuchten Partnern an über 70 Standorten in 19 Ländern. Die Hauptproduktlinien sind Universal, Selected und Garp.
Beim norwegische Konzern Elopak wurde in den Bereichen Maschinenproduktion und Ersatzteilservice (EQS/ Equipment Supply) die bisherige, etwa zehn Jahre alte Unternehmenssoftware den Anforderungen nicht mehr gerecht. Beispielsweise konnten keine Angebote mit Preis- und Lieferterminangabe innerhalb eines Arbeitstags abgegeben werden. Wöchentliche Reports waren nicht möglich. Lagerbestände und Verfügbarkeiten ließen sich nicht schnell, transparent und umfassend darstellen. Die notwendigen Individualanpassungen sorgten letztlich für steigende IT-Kosten. Der Konzern suchte darum nach einer passenden Lösung. Funktionell sollte sie die diskrete und Prozessfertigung sowie die Ersatzteilabwicklung abbilden, dazu multisite-, mehrwährungsfähig und mehrsprachig sein und alle Lagerbestände des gesamten Konzerns erfassen. Ziel war unter anderem, die Einkaufsstrategie innerhalb der Gruppe zu verbessern, um günstigere Preise auszuhandeln. Außerdem wurde hohe Flexibilität bei niedrigen TCO erwartet. Das letztlich ausgewählte System punktete unter anderem mit einer umfassenden und einfachen Intercompany-Abwicklung im Einkauf, die auch Profit Centers und Group Pricing berücksichtigt. Auch die moderne Technologie überzeugte: „Jeeves Universal bietet eine moderne Architektur und niedrige TCO. Wir bekommen damit ein flexibles und gleichzeitig kosteneffektives Standardsystem, das leicht an unseren heutigen und zukünftigen Bedarf angepasst werden kann. Das war uns sehr wichtig im Hinblick auf das weitere Unternehmenswachstum“, so Björn Henrik Moshuus, CIO von Elopak.
www.jeeves.de

Reisetipp: Stockholm
Stockholm zählt zu den schönsten Hauptstädten der Welt. Die Stadt erstreckt sich über vierzehn Inseln, die wiederum durch 57 Brücken miteinander verbunden sind. Die reizvollen Gebäude, die allgegenwärtige Natur und die Nähe zum Wasser machen den besonderen Charme der Stadt aus.
Stockholm kann mit einer 750-jährigen Stadtgeschichte und einem reichhaltigen Kulturangebot aufwarten. Den Besucher locken zahlreiche Museen und Sehenswürdigkeiten der internationalen Spitzenklasse. Die meisten Sehenswürdigkeiten sind zu Fuß gut erreichbar – auch ein Beitrag dazu, dass man in kurzer Zeit sehr viel erleben kann: Großstadtflair, Kulturgeschichte und Naturerlebnisse lassen sich an einem einzigen Tag miteinander verbinden. Ekoparken, der erste städtische Nationalpark der Welt, bildet die grüne Lunge Stockholms im regen Treiben der Großstadt.
Vom der Turmspitze des Stadshuset aus, Stadthaus und Wahrzeichen von Stockholm, genießt man die fantastische Aussicht über die Stadt. Die älteste Sehenswürdigkeit Stockholms, Gamla Stan, gehört zu den besterhaltenen historischen Altstädten der Welt und wartet ebenfalls darauf, entdeckt zu werden. Verwinkelte Gässchen mit Läden für Antiquitäten und Kunsthandwerk sowie voller Galerien und Cafés laden dort zum Flanieren und Verweilen ein. In Gamla Stan befinden sich außerdem das Königliche Schloss und die Kirche Storkyrkan.
Auf der grünen Insel Djurgården finden sich einige der beliebtesten Attraktionen Stockholms: Hier liegt das weltberühmte Kriegsschiff Vasa vor Anker, außerdem befinden sich hier Skansen, das älteste Freilichtmuseum der Welt, und Astrid Lindgrens Junibacken (bekannt als „Birkenlund“ aus dem Kinderbuch „Madita“). Lassen Sie sich außerdem das grandiose Panorama der Stadt vom Wasser aus nicht entgehen – eine auf vierzehn Inseln „schwimmende“ Stadt ist hierfür natürlich wie geschaffen. Und genügen Ihnen vierzehn Inseln nicht, lädt der großartige Schärengarten von Stockholm mit seinen 30.000 Inselchen und Schären zum Erkunden ein.
www.stockholmtown.com
 

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MONITOR-Autoren
Mag. Christoph Weiss

Mag. Christoph Weiss, i2s consulting, Leiter Büro Österreich: Magister und Textil-Fachingenieur. Führungserfahrung als IT-Leiter im Bereich technischer Grosshandel. Mehrfach Linien- verantwortlicher für ERP-Einführungen. Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Technikum Wien. Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) ..mehr..

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