Das seit 1997 börsennotierte Unternehmen entwickelt hochwertige Softwareprodukte und -lösungen für die automatisierte Verarbeitung großer Daten- und Dokumentenmengen.
"Unsere Angebotspalette ist sehr vielfältig und reicht von der IT-Infrastruktur über Lösungen für Banken und Versicherungen bis hin zum Dokumenten-Management und der Posteingangsbearbeitung", so Osterhues. In den Bankenbereich sei man verstärkt durch die vor einigen Jahren erfolgte Übernahme der Kleindienst Datentechnik gelangt: "In Österreich sind etwa die BAWAG oder die 3-Banken-Gruppe unser Kunden." Der Geschäftsführer der Wiener Niederlassung sei von der Firma Kleindienst übernommen worden: "Der österreichische Markt hat für uns große Bedeutung, weswegen wir etwa auch im Veranstaltungsbereich hier sehr aktiv sind", so Osterhues. Während hierzulande der Bereich Zahlungsverkehr bereits gut entwickelt sei, gelte es beim Security-Angebot noch nachzulegen.
Als klarer Trend auf den Märkten sei zu erkennen, dass die durch IT überwachte Einhaltung von Vorschriften an Bedeutung gewinne: "Alle Rechenzentren und auch Unternehmen müssen immer mehr Regulierungen nachweisbar und rückverfolgbar einhalten!" Alle angebotenen IT-Produkte und -Lösungen dienen also nicht nur zur Prozessoptimierung, sondern müssen die Erfüllung von geschäftlichen Anforderungen in Bezug auf Governance, Risikomanagement und Compliance (GRC) erfüllen. Um diesen Anforderungen auch in Zukunft gerecht werden zu können, seien weitere Zukäufe möglich. Gleichzeitig gelte es aber auch, das Produkt-Portfolio zu straffen: "Wir haben unser Angebot von rund 80 Produkten auf heute die Hälfte reduziert", erklärt Osterhues. Darüber hinaus setze man auf die enge Zusammenarbeit mit großen IT-Anbietern wie IBM, Microsoft, SAP oder HP.
Kooperation mit der docs&rules GmbH

Dr. Mathias Petri, Geschäftsführer von docs&rules: „Aus der guten Zusammenarbeit mit Beta Systems entstand nun mit GRC Cockpit ein SaaS-Angebot für den stufenweisen Aufbau eines internen Risiko- und Compliance-Managements.“
Diese Lösung basiert auf der Input-Management-Software von Beta Systems zur Klassifizierung von E-Mails und des allgemeinen Posteingangs. Mit dem im April vorgestellten SaaS-Angebot "GRC Cockpit" wurde nun eine komplett webbasierte Software für den stufenweisen Aufbau eines internen Risiko und Compliance Managements vorgestellt. "Über unseren Hosting-Partner IBM können nun Unternehmen bereits ab knapp 500 Euro monatlich dieses wichtige Thema adressieren", sieht Petri große Chancen gerade auch bei Klein- und Mittelbetrieben. Vordefinierte Risiko-/Check-Listen helfen bei der schnellen Einschätzung relevanter Risiken, Maßnahmen sind teilweise schon vordefiniert. Kontroll-Aktivitäten können persönlich zugewiesen und eingeplant werden. Das Unternehmen erhält so innerhalb kürzester Zeit ein individuelles, systemgestütztes Internes Kontroll System (IKS). "Viele Vorschriften sind heute in Europa bereits vereinheitlicht, lokale Gegebenheiten werden aber berücksichtigt."
Training für Risikomanagement
Dazu wird gemeinsam mit spezialisierten Beratern auch Training im Bereich Risikomanagement angeboten. "Die technischen Grundlagen für solche Lösungen sind heute gegeben, sodass wir glauben, dass sich SaaS-Angebote nun rascher durchsetzen werden", analysiert Petri. Ziel sei es, in der internen Dokumentation 70% der Abläufe zu automatisieren und dadurch den Aufwand deutlich zu verkleinern. Damit werde es erstmals auch möglich, komplexe Projekte (z.B. im Baubereich) möglichst lückenlos zu dokumentieren und einen klaren Überblick über die Gegebenheiten zu bewahren. "Das spart den Unternehmen bei auftretenden Problemen viel Zeit und Aufwand, da der Projektablauf elektronisch dokumentiert ist!"





11-12/2009
10a/2009
10/2009



Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. 
