Seit etwa einem Jahr befindet sich die Zentrale des Unternehmens ganz in der Nähe des ehemaligen Checkpoint Charlie im Herzen Berlins: "Wie sich vor 20 Jahren hier die Grenze geöffnet hat, so öffnen sich auch für uns in der Welt immer neue Märkte", zieht Knieling einen Vergleich.
Hauptmarkt des Unternehmens - das im Vorjahr ein stolzes Wachstum von 70% erzielte - ist nach wie vor Europa, aber auch Kanada, USA, Südamerika und selbst Australien werden über lokale Partner betreut. "Wir haben zuletzt eine eigene Niederlassung in Italien eröffnet, eine in Frankreich ist in Vorbereitung. Sonst bearbeiten wir die Auslandsmärkte über Value Added Distributoren (VAD)", erklärt der Vorstand.
Seit der Jahrtausendwende beschäftigt sich das Unternehmen ausschließlich mit VoIP, zunächst mit Venture Capital aus privaten und öffentlich-rechtlichen Quellen. Das eigentliche Know-how des Unternehmens liegt in der Software, daher wurden bis 2005 die Telefongehäuse zugekauft. "2005 erreichten wir wirtschaftlich die Gewinnzone und begannen, auch die Gehäuse selbst zu entwickeln", blickt Knieling zurück. Heute steht das Unternehmen ganz im Eigentum des Managements, ist von Venture Capital unabhängig und finanziert sein Wachstum aus dem Cashflow.Hauptprodukt ist derzeit die 3er-Serie der VoIP-Telefone, Ende 2007 wurde eine VoIP-DECT Lösung (m3) eingeführt. Im Dezember 2008 schließlich erblickte die 8er-Serie für höchste Ansprüche das Licht der Öffentlichkeit: "Bei diesen Geräten können wir auch IP-Kameras oder CRM-Systeme einbinden, um die Integration im Büro noch vollständiger zu machen!" Zur heurigen Cebit präsentierte man mit dem Modell 870 "das erste VoIP-Telefon, das sich durch Touchscreen-Display mit Drag-and-drop-Funktion komfortabel bedienen lässt". "Darüber hinaus konnten wir in Hannover auch unser Modell MeetingPoint vorstellen, ein VoIP-Konferenztelefon", betont Knieling.
Zielgruppe: Klein- und Mittelbetriebe (KMU)

Snom-Vorstand Dr. Michael Knieling: „Unsere VoIP- Lösungen bieten vielfältige Funktionen für Klein- und Mittelbetriebe!“ (Bild: snom)
So stellte das Unternehmen kürzlich gemeinsam mit Camrivox, einem britischen Entwickler von CTI-Software für CRM-Anwendungen, die Flexor CTI für Microsoft Dynamics CRM vor. Als hoch skalierbare Lösung bietet das System speziell für KMUs komfortable Computer-Telefonie-Integration mit Funktionen wie Anrufprotokoll, Management-Reporting, Kontaktaufruf per Pop-Up und Anrufkontrolle auf dem Bildschirm. Und zur Cebit zeigte ESTOS, ebenfalls Anbieter von Unified Communications-Software, eine professionelle Middleware für die snom-Endgeräte. Zukünftig lassen sich so die Telefone auch im Unternehmensumfeld mit Microsoft TAPI-fähigen Applikationen (z.B. Computer Telephony Integration-, Call Center-, CRM- und ERP-Lösungen) nutzen. Neben einer Einzelplatzlösung steht auch eine Netzwerklösung bereit.
"Die Vorteile von hochwertigen VoIP-Lösungen liegen sicher nicht im niedrigen Preis, sondern in der Vielzahl von nützlichen Services. Da hier auch die Sicherheit ein zentrales Thema ist, bieten wir unseren Kunden laufend kostenlose Upgrades an", unterstreicht Knieling. In Zukunft werde man auch immer mehr SaaS-Lösungen für VoIP sehen: "Derzeit stehen viele traditionelle Telefonanlagen vor der Ablöse. Daher herrscht Handlungsbedarf in den Unternehmen, den wir mit unseren Angeboten bedienen können", blickt Knieling optimistisch in die Zukunft.
Die snom technology AG wurde 1996 in Berlin gegründet und beschäftigt dort derzeit etwa 40 Mitarbeiter. Das Unternehmen entwickelt VoIP-Hard- und Software, die auf dem offenen Standard SIP (Session Initiation Protocol) basiert. Die Telefone zeichnen sich durch einen hohen Sicherheitsstandard aus und durch eine Vielzahl von Funktionen, die die Geschäftskommunikation einfacher gestalten. Die Produkte eignen sich besonders für den Einsatz im Business-Bereich, für Internet Service Provider, Carrier und OEM-Kunden. Mit dem Vertriebsnetzwerk ist man in weltweit mehr als 20 Ländern vertreten. Die Kunden profitieren von der Interoperabilität und Flexibilität der Telefone und der Kompatibilität zu allen SIP-basierten Telefonsystemen.






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10/2009



Mag. Dominik Troger gehört seit 1992 zum MONITOR-Team. Er begann als News-Redakteur und betreute viele Jahre die MONITOR Weiterbildungsbeilage "Job Training". Seit dem Jahre 2000 war er als Chef vom Dienst tätig, mit Dezember 2009 übernahm er die Chefredaktion. 
