"Wir werden unsere Kompetenz-Zentren in der Region weiter ausbauen und auch im CEE-Bereich die Markanteile ausweiten", gibt sich Horak wachstumsorientiert. Während in der Fertigung in Augsburg etwa 700 Mitarbeiter gehen müssen, werde man hierzulande allenfalls eigene Mitarbeiter bei Partnern unterbringen. "Ganz allgemein müssen sich unsere Mitarbeiter auf den Trend einstellen, dass die Produkte immer unwichtiger und dafür die Services rundherum immer wichtiger werden!" So verdiene man heute nur mehr etwa ein Viertel der Umsätze mit den Produkten, den Rest über Dienstleistungen.
Horak hat in seiner Funktion nun die Verantwortung für 15 Länder, Europa-Hauptsitz des Unternehmens ist Zürich. "Unsere Hauptthemen werden aber Server und Speicher und die Services darum bleiben. In Österreich haben wir auch bereits von 11 Top-Rechenzentren 10 als Kunden!" Sechs Regionen können bereits recht selbständig über eigene "Gewinn und Verlust-Rechnungen" agieren. Bei den Lieferanten werde es zu weiteren Reduktionen kommen: "In Zukunft werden unsere Lieferanten immer mehr zu Partnern für neue Entwicklungen", erläutert Horak.
Produkte maßgeschneidert für die Kunden
Bereits heute würde über ein Drittel der Produkte aus Augsburg nach Kunden-Anforderungen ausgefolgt, dieser Prozentsatz werde wohl auf bis zu 90% wachsen. "Letztlich könnten wir auch die termingerechte Lieferung bis direkt zum Kunden ausführen", sieht sich Horak als umfassender Dienstleister.
Gut aufgestellt sei man auch für Trendthemen wie "Cloud Computing" ("viele Outsourcer sprechen da mit uns") oder Green IT. "Unser neuer 100%-Eigentümer Fujitsu ist im Umweltbereich sehr aktiv, weswegen wir uns hier noch stärker engagieren werden!" So habe man mit dem Lebensministerium bereits einen "Green IT-Manager-Kurs" ins Leben gerufen und führe neuerdings auch einen "Null-Watt-PC" im Angebot. "Ich sehe bei unseren Kunden eine immer stärkere Verbindung von privater und geschäftlicher Nutzung, der wir durch eine Vereinheitlichung unserer Produktlinien entgegenkommen wollen", so Horak. Mittels Desktop-Virtualisierung sei es heute gut möglich, etwa im Hinblick auf Sicherheitsvorschriften die private Nutzung auf einem Gerät von der geschäftlichen Nutzung klar zu trennen.





11-12/2009
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Mag. Carl-Markus Piswanger, MAS ist freier Journalist, Projektberater und hauptberuflich IT-Architekt. Er ist ausgebildeter Versicherungskaufmann, studierter Historiker und postgradualer E-Government-Experte. Er war beim ISP Netway, der Österreichischen Post und der Seibersdorf Research beschäftigt und seit 2004 als IT-Architekt im Bundesrechenzentrum. Der Wiener ist glücklich nicht verheiratet und hat einen Sohn. 
