Das Programm war dicht: Spannende Keynotes, u.a. von der Energie-Expertin Monika Langthaler sowie dem Mathematiker Univ.-Prof. Rudolf Taschner von der TU Wien, aber auch Anwendervorträge von den SAS-Kunden Lufthansa, Quelle oder Raiffeisen sorgten für einen informativen, aber auch unterhaltsamen Tag.
"Um Erfolg am Markt zu haben, muss man den Kunden verstehen, das ist der Schlüssel zum Erfolg", sagte WU-Professorin Christina Holweg, in einem der mehr als 20 Vorträge am heuer erstmals veranstalteten "SAS-Forum" von SAS Österreich. Zwar scheinbar eine Binsenweisheit, aber eigentlich die Basis-Herausforderung für alle Business-Intelligence-Aktivitäten. "In Anbetracht des sich verschärfenden Wettbewerbs und der sich immer schneller ändernden Marktbedingungen kann es sich kein Unternehmen heuer mehr leisten, auf Business-Intelligence-Aktivitäten zu verzichten", betonte SAS-Österreich Geschäftsführer Wilhelm Petersmann. Business Intelligence werde immer mehr zu einer Überlebensfrage.

Kein Unternehmen kann es sich leisten, auf Business-Intelligence-Aktivitäten zu verzichten.“ – Wilhelm Petersmann, Geschäftsführer SAS-Österreich
Bei der Analyse von Kundendaten wurde SAS im neuen "Magic Quadrant for Customer Data Mining Application" vom Marktforscher Gartner als "Leader" eingestuft. Diese Auszeichnung besagt, dass die beschreibenden und prognoseorientierten Analytics-Lösungen von SAS die Marketing- Vertriebs- und Service-Abteilung eines Unternehmens effizient unterstützen.
Finanzsektor im Visier
Viel diskutiert wurde auf dem SAS-Forum die aktuelle US-Finanzkrise. Laut einer von SAS beauftragten Studie sind mehr als 70% von 350 Führungskräften aus dem Finanzdienstleistungssektor weltweit der Meinung, dass die Auswirkungen der Finanzkrise maßgeblich mit Lücken in den Risikomanagement-Systemen (Enterprise Risk Management, ERM) zusammenhängen. Mehr als die Hälfte gaben an, ihre Risikomanagement-Strategie überprüfen zu wollen.
Kein Wunder, dass dem Thema ein eigener Vortragsbereich auf dem SAS-Forum zugeordnet war. "SAS meint mit ERM die horizontale und vertikale Vernetzung aller Risiken auf einer technologischen Plattform", erklärte Petersmann. Eine integrierte, "overall"-Sicht auf die einzelnen Risikodisziplinen bzw. das Zusammenfassen von Einzelrisiken sei wichtig, der Fachbegriff dafür lautet Risikoaggregation. Seit zwei Jahren etwa ist die Raiffeisenlandesbank (RLB) NÖ/Wien SAS User. Raiffeisen-Mann Gerald Brandstetter zeigte dem Publikum einige Beispiele, wie die SAS-Software bei der RLB genutzt wird. Die regulatorische Vorgabe (Basel II) als Mittel zum Zweck genützt hat die Volkskreditbank, die ihr Kreditrisikomanagement mit Hilfe von SAS realisiert. Viel beachtet wurde auch der Vortrag von Alan Russell von SAS, der zum Thema "Die Zukunft des Risikomanagements im Finanzdienstleistungssektor" referierte.
Den Abschluss des offiziellen Programms bildete ein unterhaltsamer Vortrag des Mathematikers Rudolf Taschner zum Thema "Wie die Mathematik die Zeit zu beherrschen lehrt". "Bei genauerem Nachdenken stellt sich heraus: die Zeit ist eine Erfindung, die mit der Erfindung der Zahlen untrennbar verbunden ist", stellte Taschner fest. Taschner führte danach sehr amüsant die Entwicklung des Kalenders vor Augen und faszinierte die Zuhörer dazu mit zahlreichen (Kopf-) Rechnungsbeispielen. "Die Zahlen sind ewig da, daran kann man nicht rütteln. 17 bleibt ewig eine Primzahl. Wir laufen den Zahlen entlang", schloss Taschner seinen Vortrag.
Den angenehmen Ausklang bildet ein musikalische umrahmter Abend in den schöne Räumen der Orangerie Schönbrunn. Dabei wurde von Wilhelm Petersmann noch der "BI-Performer of the year" ausgezeichnet. Freuen durfte sich über den Preis Raiffeisen International. Im Juli 2007 hat Raiffeisen International auf Basis der neuesten SAS-Technologie eine Initiative gestartet, um als Vorreiter im Bereich Risikomanagement zu agieren. Im gesamten osteuropäischen Raum soll jetzt eine einheitliche Risikomanagement-Infrastruktur ausgerollt werden. Als Basis wurden dazu die SAS Risk Intelligence Lösungen ausgewählt.





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Dr. Manfred Wöhrl ist Geschäftsführer der R.I.C.S. EDV-GmbH (Research Institute for Computer Science, www.rics.at), spezialisiert auf Securitychecks und Security-Consulting. 
