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Strategien
Studienpräsentation ERPZ und MONITOR-Diskussion
Kleine ERP-Anbieter liegen vor SAP und Microsoft
Die vierte österreichische ERP-Anwenderzufriedenheitsstudie des Consulters i2s liegt vor. Dramatische Ergebnisse blieben aus, die Zufriedenheit bei ERP-Systemen im Vergleich zu 2006 konnte nur unwesentlich verbessert werden. Kleinere Anbieter haben in punkto Anwenderzufriedenheit deutlich bessere Werte. Anlässlich der Studienpräsentation lud MONITOR unter Leitung von Chefredakteur Rüdiger Maier einige Anbieter zur ERP-Gesprächsrunde.

MONITOR-ERP-Diskussion zur neuen österreichischen ERP-Anwenderzufriedenheits-studie

Ohne ERP-Software läuft heute nichts mehr. Denn auch Klein- und Mittelbetriebe haben zunehmend erkannt, dass das Führen, Steuern und Kontrollieren des Unternehmens und viele betriebswirtschaftlich erforderliche Tätigkeiten sehr effizient (und damit zeit- und kostensparend) mittels adäquater Software-Lösung abgedeckt werden können. Aber: Welche Software auswählen? - Keine leichte Entscheidung, denn der boomende Markt hat viele Anbieter hervorgebracht. Ein guter Indikator ist seit 2003 die ERP-Zufriedenheitsstudie, die von der i2s Consulting in Österreich, Deutschland, der Schweiz und heuer neu in Südtirol durchgeführt wird.

295 Systemanbieter wurden für die Studie diesmal angesprochen, 714 Fragebögen von den Teilnehmern schließlich gültig ausgefüllt, dabei gab es 150 neue Teilnehmer. 26 Systeme wurden in die Studie aufgenommen. Mindestens zehn Kundenbewertungen pro System waren die Basisvorsaussetzung. "Die durchschnittliche Verweildauer eines ERP-Systems beträgt etwa 5,4 Jahre", präsentierte der österreichische Studienautor Christoph Weiss von i2s zunächst einige Fakten und Zahlen.

Auslöser für die Neueinführung von Systemen seien ein veraltetes System oder geänderte Anforderungen und Prozesse (etwa Niederlassungen im Ausland, globale Aktivitäten). Hauptziele der Anwender sei es, die Prozesse zu vereinfachen und zu beschleunigen (70 %) sowie schon abgeschlagen der schnelle Zugriff auf Informationen (44 %). Die Ergebnisse sind gegenüber 2006 leicht verbessert: Mit 4,06 für das System und 4,24 für den Partner (Bestnote war 5) war die durchschnittliche Anwenderbewertung zwar "gut", aber eben nicht "sehr gut". Den Spitzenplatz konnte wie bei der letzten Befragung das österreichische Familienunternehmen Pollex für sich verbuchen, den größten Sprung nach oben hat BMD gemacht, während etwa Großanbieter wie SAP oder Microsoft Dynamics NAV und AX nur im Mittelfeld landeten. Als Trend ortete i2s-Consulter Frank Naujoks aus der Schweiz bei ERP zunehmend Software as a Service (SaaS). Dabei liegt die ERP-Software im Rechenzentrum (etwa des Anbieters) und kann via Internet vom Kunden je nach Bedarf genutzt werden. "Dieser Trend nimmt zu, das gilt allerdings nur für den Mittelstand", so Naujoks.

Anwenderzufriedenheit ERP-Systeme 2008 in Österreich

Anbieter schätzen Studie

Zur Bewertung der Studie sprach Michael Schober, Geschäftsführer von Ecosol und seit zehn Jahren Microsoft Dynamics AX Partner, eine grundsätzliche Problematik an: "Die Leute sind schon müde, solche Fragebögen zu beantworten. Wir haben einfach eine Studieninflation als solche." Prinzipiell waren alle Anbieter der Meinung, dass die Studie wichtig sei: gut, um die eigene Position bei den Kunden im Vergleich auch zur Konkurrenz abschätzen zu können, gut, um notwendige Schritte und Veränderungen einleiten zu können und um drittens über ein Marketing-Instrument zu verfügen. Schober schlug vor, in der künftigen Studie auch einzelne Fachbereiche zu befragen.

"Es ist wichtig, sowohl auf Anbieter- als auch auf Kundenseite über ERP-Systeme nachzudenken", zeigte sich auch Thomas Kastenhofer, Geschäftsführer von FWI (brandneues Unternehmen, entstanden aus der Fusion von Ecosys, powerDAT, SWS und Solutions Factory), froh über die Initiative zur ERP-Anwenderstudie. Ebenfalls erstmals bei der Studie dabei war Michael Knoll, Geschäftsführer von Kinamu, einem SAP-Partner. "Vielleicht ist noch mehr Differenzierung notwendig, d.h. was macht ein Kunde eigentlich und was sucht der Kunde daher für ein System?" brachte Knoll den Branchen-Aspekt ins Spiel.

Dorette Dülsner, seit September Bereichsleiterin Microsoft Business Solutions, zollte der Studie einen hohen Stellenwert: "Für uns liegt die Kundenzufriedenheit an oberster Stelle, und nur mit unseren Partner können wir wachsen."

Aus der Studie lernen

"Wir haben bei der Studie interessante Ergebnisse festgestellt, an denen wir arbeiten müssen, es ist ganz gut, dass einem die Studie den Spiegel vorhält", stellte Robert Weitersberger, CEO von MBS, Partner von Microsoft für die Lösung Microsoft Dynamics NAV, fest. Weitersberger Aussage schloss sich Herbert Hadler, Leiter Psipentia Austria, an. Psipentia war bei der letzten Studie 2006 das erste Mal mit dabei und schnitt sehr schlecht ab: "Wir haben daraus gelernt und haben uns intensiv mit der Studie und mit den Kunden beschäftigt und nachgefragt, warum wir so schlecht bewertet worden sind." Hadler ging sogar so weit, eine eigene Studie ein Jahr später bei i2s zu beauftragen. Der Lohn: Bei der diesjährigen Bewertung hat Psipentia einen guten Sprung nach vorne ins obere Mittelfeld geschafft. "Die Verbesserung ist schön für uns, aber jetzt wollen wir noch weiter nach rechts oben", gab sich Hadler ambitioniert.

Christian Nittmann von Nittmann & Pekoll ist ein alter Hase im Geschäft und bereits seit 15 Jahren mit ABAS im ERP-Geschäft tätig. Er durfte sich auch heuer über ein sehr gutes Ergebnis mit ABAS freuen: "Die Studie hat uns einiges an Kosten eingespart, weil es für uns ein wunderbares Marketinginstrument ist."

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ERP-Zufriedenheitsstudie (ERP-Z)

Wie beurteilen Österreichische Kunden ihre ERP-Anbieter? Eine Österreichweite Studie von i2s in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) und der IT-Zeitschrift Monitor geht der Frage auf den Grund.

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ERP - Enterprise Resource Planning

(ERP, „Planung [des Einsatzes/der Verwendung] der Unternehmensressourcen“) bezeichnet die unternehmerische Aufgabe, die in einem Unternehmen vorhandenen Ressourcen (Kapital, Betriebsmittel oder Personal) möglichst effizient für den betrieblichen Ablauf einzusetzen.

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Dipl. Ing. Rüdiger Maier

Rüdiger Maier war von 1999 bis 2009 MONITOR Chefredakteur ..mehr..

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