Österreichs Unternehmen nutzen Telekom-Dienstleistungen ganz selbstverständlich. Für viele von ihnen ist ein unternehmerisches (Über-) Leben ohne Internet, Handy und Laptop-Datenkarte gar nicht mehr denkbar. 87% aller Unternehmen gaben im letzten Austrian Internet Monitor (AIM) an, einen Internetzugang zu besitzen. An erster Stelle bei der Web-Nutzung steht die Suche von Adressen und Telefonnummern (83%), gefolgt von der Suche nach Anbietern von Produkten und Dienstleistungen (75%), während bereits an dritter Stelle der Kontakt mit Ämtern und Behörden genannt wird (67%).

„Die Tendenz geht immer mehr in Richtung Voice over IP und Mobilität.“ - Harald Kriener, GF Happynet
Boom für mobiles Breitband

„Wir haben als erster Mobilfunkanbieter weltweit eine Sicherheitslösung fürs Internet.“ - Hannes Ametsreiter, mobilkom
Laut letztem RTR-Report vom Juli 2008 ist das Wachstum beim mobilen Breitband ungebrochen: Von insgesamt 2,2 Mio. Breitbandanschlüssen in Österreich ist mehr als jeder vierte der Mobilfunktechnologie zuzurechnen (26,5 %). Das bedeutet, rund 600.000 Österreicher besitzen einen mobilen (Breitband-) Internetzugang, vor einem Jahr lag die Zahl bei 400.000. Seit Anfang 2006 hat sich diese Zahl versechsfacht (!). Die Wachstumskurve zeigt steil nach oben, immer mehr Unternehmer sehen im mobilen Internet einen großen Zusatznutzen. (vgl. AIM-Grafik)

„Wir wollen im Telefonanlagebereich bei größeren KMUs bis zu 50 Mitarbeiter noch deutlich zulegen.“ - Thomas Helfert, inode
Festnetz wird überleben
Trotz dieser Entwicklung müssen die Festnetzanbieter nicht verzweifeln. "Das Festnetz wird nicht sterben, denn die Mobilfunker werden in Zukunft auf die Festnetz-Infrastruktur zurückgreifen", ist Karim Taga, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Arthur D. Little (ADL) überzeugt.

„Wir werden Anfang 2009 unsere neue Business-Initiative vorstellen.“ - Michael Krammer, ONE/Orange
Das Telefonieverhalten ist ähnlich: Der Anteil der Inlands-Festnetz-Telefonate bei Unternehmen beträgt 83%, nur 17% der Gespräche gehen ins Ausland, hat IDC-Researcher Rainer Kaltenbrunner im letzten Telekom-Survey 2007 erhoben. Die Hälfte der heimischen Unternehmen hat noch traditionelle, analoge Telefonanlagen in Betrieb, gefolgt von Hybrid-Anlagen (48,7%), während reine IP-Anlagen nur verschwindend vertreten sind (1,5%).
"38,5% der Unternehmen haben vor, im nächsten Jahr ihre Telefonanlage zu wechseln", prognostiziert Kaltenbrunner, "2,1% wollen eine traditionelle Anlage, 15,5% eine Hybrid-Anlage und 18,1% eine reine IP-Anlage", präsentiert der IDC-Telekom-Experte spannende Detail-Zahlen, die eines verraten: Die Umstellung auf die All-IP-Welt ist voll im Gange, Voice over IP (VoIP) wird 2009 mehr und mehr Realität. Mehr als ein Drittel der Unternehmen (37,4%) nutzt VoIP heute schon, ein weiteres Drittel hat bereits entsprechende Pläne. "Die Nutzung von VoIP erfolgt in erster Linie durch Gespräche zwischen den Unternehmensstandorten", weiß Kaltenbrunner.





11-12/2009
10a/2009
10/2009



Dr. Manfred Wöhrl ist Geschäftsführer der R.I.C.S. EDV-GmbH (Research Institute for Computer Science, www.rics.at), spezialisiert auf Securitychecks und Security-Consulting. 
